TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Sensoren in der Fahrbahn: Verhältnismäßigkeit als Falle

Sensoren in der Fahrbahn: Verhältnismäßigkeit als Falle

Zu Sensoren in der Fahrbahndecke äußert sich VORSPRUNG-Leser Thomas Seifert in seinem Leserbrief.

Morgenpost

"Die Städte Hanau und Maintal sowie die Gemeinde Schöneck beteiligen sich gemeinsam an einem Pilotprojekt des Landes Hessen, mit dem 90 Prozent der Kosten für den Einbau von Sensoren in die Fahrbahndecke an Stellen im Stadtgebiet gefördrert werden, wo im Fall der Fälle Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte unbedingt freie Durchfahrt benötigen. So weit, so gut. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass Maßnahmen zur Beseitigung des Hindernisses - also widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge - der Verhältnismäßigkeit unterliegen müssen. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Wer entscheidet in der Zentrale, wo alle Sensorenmeldungen eingehen darüber, wann welche Maßnhme 'verhäjtnismäßig' ist.

Ein Hindernis an solch sensiblen Stellen ist und bleibt ein Hindernis, das schnellstens beseitig werden muss, denn wann der Notfall eintritt, kann níemand vpraussagen. Wenn aber unnötug Zeit verstreicht, weil man zuerst den Fahrzeughalter aufwändig ausfindig machen muss, ist es vielleicht zu spät. Und wer dann zur Verantwortung gezogen wird, das steht in den Sternen. Deshalb sollten die Verantwortlichen in den Ordnungsämtern den Mut haben, auch rigeroso Maßnahmen einzuleiten, sprich das Hinternis sofort entfernen zu  lassen. Das hat dann zwei Effekte: Der Weg ist schnellstens frei für Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte und der betroffene Fahrzeughalter wird kaum ein zweites Mal widerrechtlich sein Fahrzeug abstellen, wenn er die Rechung des Abschleppunternehmens und einen hoffentlich saftigen Bußgeldbescheid oben drauf im Briefkasten findet."

Thomas Seifert
Hanau

Hinweis der Redaktion: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder nicht zu publizieren. Online eingesandte Leserbriefe werden nicht direkt veröffentlicht, sondern zuerst von der Redaktion geprüft. Leserbriefe sind immer mit dem Namen und der Anschrift des Autors zu versehen und spiegeln die Meinung des oder der Autoren wider. Die E-Mail-Adresse zur Einsendung von Leserbriefen lautet info@vorsprung-online.de.

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

Kommentare

0
Emma
4 tage vor
Für so einen "Schwachsinn" gebe ich mein Steuergeld gerne aus. Täglich fahre ich durch Straßen in denen ich mir denke "also ein RTW/Feuerwehrauto kommt hier nicht durch". Es ist so lange Schwachsinn, bis das eigene Haus abbrennt oder der eigene Verwandte reanimiert werden muss und die Rettung zwar schon hörbar ist, aber "einfach nicht kommt". Rigoros abschleppen & lernen durch Schmerz (Geld).
Gefällt mir 1 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
0
Andreas_B.
4 tage vor
Als wenn wir nicht besseres zu tun hätten, Steuergeld für solchen Schwachsinn auszugeben. Auch wenn das gefördert wird, ist das doch unser Steuergeld was da verbraten wird. Wo soll das noch hinführen. Natürlich ist es wichtig Rettungswege freizuhalten, aber mir fielen spontan in unserer Gemeinde gleich zehn Stellen ein, wo man auch diese Sensoren dann einbauen könnte.
Gefällt mir 3 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
0
De alde Hanauer
3 tage vor
Dafür braucht es keine Sonsoren. Oder schreiben die neuerdings Knöllchen?

Stadtpolizei kann Streife laufen?
Gefällt mir Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
0
Prof. ad. Wilfried W
4 tage vor
Das Zusammenleben einer Gemeinschaft funktioniert u. a., indem man sich Regeln des Zusammenlebens gibt -
UND SICH DARAN Hält!

Ja, so etwas gab es mal ...

Und immer daran denken: Fördermittel sind Steuergelder ...
Gefällt mir 4 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis